Eröffnung der Eisbahn und erste Laufzeit

Laut mattiaqua steht der Start der Eislaufsaison 2019/ 2020 und somit die Eröffnung der Henkell Kunsteisbahn vor der Tür.
Am 02.11.2019 um 12:30 Uhr ist die erste Eiszeit geplant. Über zahlreiches Erscheinen freuen wir uns!

Die Adresse der Henkell Kunsteisbahn ist Hollerbornstraße 38, 65197 Wiesbaden.

Podiumsdiskussion des Sportkreises Wiesbaden

Am 2. Mai 2019 fand eine vom Sportkreis Wiesbaden initiierte Podiumsdiskussion mit den OB-Kandidaten in der Lounge der Brita-Arena statt. Die Kandidaten stellten sich den Fragen des Sportkreises unter Leitung des Vorsitzenden Helmut Fritz. Die Location in der Brita Arena wurde vom SVW zur Verfügung gestellt und viele sportbegeisterte Bürger kamen an diesem Abend ausnahmsweise nicht, um Fußball anzuschauen. Von der mattiaqua, der Betreibergesellschaft der Bäder sowie der Henkell-Kunsteisbahn, waren Thomas Baum und Eric Alberti, vom Sportamt Leiter Karsten Schütze anwesend.

Unter den Anwesenden OB Kandidaten Eberhard Seidensticker CDU, Gerd-Uwe Mende SPD, Sebastian Rutten FDP und auch Ingo von Seemen von den Linken gab es Konsens dazu, dass es mit dem Projekt Sportpark Rheinhöhe auf jeden Fall weitergehen müsse. Die Schwerpunkte der Kandidaten waren durchaus etwas unterschiedlich gelagert, beispielsweise wurde von einigen Kandidaten deutlich betont, wie wichtig die Balance zwischen einem Angebot für die Öffentlichkeit sowie die Schaffung von notwendigen Voraussetzungen zur Förderung von Spitzensport sei. Alle Kandidaten wollen den Sportpark Rheinhöhe im Bereich aller „Wasserflächen“ mit optimalen Wettkampf- und Trainingsbedingungen ausstatten, also sowohl im Schwimm- wie auch im Eislaufbereich.

Auch die anwesenden Vertreter der Vereine, seitens Eishockey Hans Schmitt von den Vikings sowie seitens Eiskunstlauf Christiane Wald vom RSC Wiesbaden und Förderverein Eissport für Wiesbaden, waren sehr erfreut über die Einigkeit der Kandidaten, dieses große und bedeutende Projekt weiterzuführen und dass sie insgesamt einen deutlichen Fokus auf den Sport legen. Die Vereine wünschen sich in der Ausführung zu der Eissporthalle einen integrierten Multifunktionsraum und sehen bei allen Kandidaten gute Chancen für eine Umsetzung im Gesamtkonzept.

Interview mit dem Oberbürgermeisterkandidaten Gert-Uwe Mende der SPD

Förderverein: Interessieren Sie sich generell für Eissport? Für welchen speziell?
Gert-Uwe Mende: Besonders bei den olympischen Winterspielen und den Weltmeisterschaften schaue ich gern Eissport. Vor allem mag ich Eiskunstlauf und habe – wie viele andere – 2018 mitgefiebert als es für Aljona Savchenko und Bruno Massot um die Goldmedaille ging. Auch Eisschnelllauf – Short-Track und Long-Track – sehe ich gerne. Eishockey habe ich leider noch nie live im Stadion erlebt. Würde ich aber gern machen.

Förderverein: Waren Sie schon einmal (möglicherweise in Ihrer Jugend) auf der Eisbahn und kennen Sie die legendäre Eisdisco? Falls ja, welche Erinnerungen haben Sie daran?
Gert-Uwe Mende: Eigene Jugenderinnerungen an die Wiesbadener Eisbahn habe ich nicht, denn ich bin ja in Nordhessen aufgewachsen. Da fuhr man zum Eislaufen nach Kassel. Aber meine beiden Kinder haben auf der Henkell-Kunsteisbahn Eislaufen gelernt und wir haben als Familie manche Stunde dort verbracht. Eislaufen gehört leider nicht zu meinen Talenten, deswegen war ich eher Zuschauer. Aber wie wichtig die Eisbahn für Wiesbadener Familien ist, habe ich sehr gut mitbekommen.

Förderverein: Kennen Sie Familien in Ihrem Umfeld, für die die Henkell-Kunsteisbahn die einzige Möglichkeit für Wintersport ist?
Gert-Uwe Mende: Als Ortsvorsteher von Dotzheim komme ich viel im Ort herum und treffe auf sehr viele Menschen, die sich einen Winterurlaub oder Ausflüge in Wintersportregionen nicht leisten können. Gerade für solche Familien es ist weit und breit die einzige Möglichkeit zu vertretbaren Preisen Eissport zu betreiben.  

Förderverein: Sind Freunde oder Bekannte aktive Eisläufer oder Eishockeyspieler? Welche Kritik oder Anregungen haben Sie von diesen zur Eisbahn gehört?
Gert-Uwe Mende: Vor allem sind in meinem Bekanntenkreis viele Familien und andere Gelegenheitsnutzer, die es sehr schätzen, dass es das Angebot einer Kunsteisbahn in Wiesbaden gibt. Die Anfang der 70-er Jahre errichtete Anlage ist in vielerlei Hinsicht in die Jahre gekommen und vor allem das fehlende Dach macht das Eislaufen extrem witterungsanfällig. Ich bin sehr froh, dass seinerzeit eine Schließung abgewendet werden konnte, aber dass Wiesbaden dringend eine neue Eisbahn braucht, ist unstrittig.

Förderverein: Haben Sie schonmal das Eisstockschießen auf der Henkell-Kunsteisbahn ausprobiert? Wie hat es Ihnen gefallen?
Gert-Uwe Mende: Fast habe ich es ausprobiert – auf Einladung von „Lust auf Wiesbaden“. Aber dann hat das Wetter einen Strich durch die Rechnung gemacht und das Event musste aufgrund des Windes buchstäblich abgeblasen werden. Aber ich war schon auf anderen Eisbahnen Eisstockschießen und finde es eine tolle Ergänzung des Angebots gerade für Menschen, die sich auf Kufen nicht so sicher fühlen. Zu der Gruppe gehöre ich leider selbst auch.

Förderverein: Wie stehen Sie zum Neubau einer Eishalle im Rahmen des Projekts Sportpark Rheinhöhe?
Gert-Uwe Mende: Der Sportpark Rheinhöhe muss kommen und vor allem muss er jetzt schleunigst vorangetrieben werden. Es gibt ja bereits eine lange Planungsphase und eine breit angelegte Bürgerbeteiligung. Jetzt gilt es „Nägel mit Köpfen“ zu machen. Wenn ich lese, dass die Wiesbadener CDU von „Gründlichkeit vor Schnelligkeit“ spricht, fürchte ich, dass da wieder etwas auf die lange Bank geschoben wird. Das will ich nicht. Der Sportpark muss mit Schwimmbad und Eisbahn kommen, gerade weil wir familienfreundliche Sportangebote brauchen und auch die Vereine zeitgemäße Trainingsstätten. Deswegen finde ich auch eine Überdachung der Kunsteisbahn sinnvoll.